: Kirchenkreis warnt vor Olympia-Nationalismus
Berlin. Deutliche Vorbehalte gegen die Austragung der Olympischen Spiele im Jahr 2000 in der Bundeshauptstadt hat die Synode des evangelischen Kirchenkreises Berlin-Charlottenburg geäußert. Es müsse befürchtet werden, „daß Nationalismus, Rassismus und Superioritätswahn auch in Deutschland neu aufflammen“, heißt es in einer Stellungnahme. Die unauslöschliche Erinnerung an die mißbrauchten Spiele von 1936 zwinge zu einer entschiedenen Abkehr von diesen Irrungen. Darum sollten die Olympischen Spiele nur dann in Berlin ausgetragen werden, wenn damit gravierende bauliche Änderungen auf dem Berliner Olympia-Gelände sowie ein verändertes Zeremoniell beim Einzug der Teilnehmer und bei der Siegerehrung verbunden sind. Außerdem zwinge die drohende Menschheitskatastrophe zu einer allgemeinen Umorientierung auch auf dem Gebiet des Sports. Deshalb sollte ein bestimmter Prozentsatz der Einnahmen der Spiele für verelendete Menschen verwendet werden, „um die Solidarität der Stärkeren zu bekunden“.
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