piwik no script img

Kims Mörder ist gefaßt

Der Mordfall Kim Kerkow ist aufgeklärt. Wie die Polizei gestern in Varel mitteilte, wurde ein 34jähriger Kaufmann am Mittwoch morgen in seinem Elternhaus in der Gemeinde Wangerland im Landkreis Friesland festgenommen. Der Mann habe gestanden, die Zehnjährige sexuell mißbraucht und dann getötet zu haben. Der Tatverdächtige war bereits vor 18 Jahren wegen Totschlags an einem elfjährigen Mädchen zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Damals habe es „leichte sexuelle Handlungen“ gegeben, so die Polizei. Die zehnjährige Kim war am Donnerstag vergangener Woche in ihrem Heimatort Varel in Niedersachsen entführt worden.

Wie die Polizei in Varel mitteilte, war der mutmaßliche Täter zwei BGS-Beamten eine Woche vor der Tat aufgefallen, als der Mann ohne Führerschein aus Dänemark nach Deutschland fuhr. Die Beamten erinnerten sich später an den Mann. Ungeklärt bleibt noch der Tod der ebenfalls zehnjährigen Ramona Kraus aus Thüringen.

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen