: Kenia-Doppel bei Schwüle
Sabastian Sawe und Rosemary Wanjiru gewinnen Marathon
Der Kenianer Sabastian Sawe hat sich in einem der wärmsten Berlin-Marathons durchgesetzt, den Weltrekord aber klar verpasst. Der 30 Jahre alte Sawe gewann die 51. Auflage des Rennens in der Weltjahresbestzeit von 2:02:16 Stunden und musste dabei auf der zweiten Streckenhälfte den äußeren Bedingungen Tribut zollen. Bei bis zu 25 Grad und Schwüle waren die 42,195 Kilometer auch für die Besten eine enorme Herausforderung.
Sawe kam nicht an den Streckenrekord von Eliud Kipchoge heran; der zweimalige Olympiasieger aus Kenia war vor drei Jahren in 2:01:09 Stunden zum damaligen Weltrekord gestürmt. Letztlich blieb Sawe auch knapp über seiner eigenen Bestzeit. Für seinen Sieg und als Bonus für seine Zeit erhält er 60.000 Euro.
Zweiter wurde überraschend mit fast vier Minuten Rückstand der Japaner Akira Akasaki (2:06:15) vor dem Äthiopier Chimdessa Debele (2:06:57). Bester Deutscher mit 2:09:14 Stunden war der nicht für die Leichtathletik-WM in Tokio nominierte Hendrik Pfeiffer als Achter.
Schnellste Frau war Favoritin Rosemary Wanjiru aus Kenia in 2:21:05 Stunden. Die lange Zeit klar führende Wanjiru rettete am Ende drei Sekunden Vorsprung auf die Äthiopierin Dera Dida ins Ziel nahe des Brandenburger Tors. Dritte wurde Azmera Gebru aus Äthiopien (2:21:29). Als Sechste lief Fabienne Königstein (2:22:17) ein starkes Rennen. „Ich denke, wir haben uns richtig gut präsentiert als Deutsche“, sagte Pfeiffer. Insgesamt hatten sich 55.146 Läuferinnen und Läufer für den Berlin-Marathon angemeldet. (dpa)
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