: Kein rascher Rückzug
Powell: Die USA wollen ihren Balkaneinsatz nicht plötzlich beenden. In Mitrovica ist Ruhe eingekehrt
WASHINGTON/KOSOVSKA MITROVICA/BELGRAD dpa/rtr ■ Der neue US-Außenminister Colin Powell hat zugesichert, dass sich die USA nicht plötzlich vom Balkan zurückziehen werden. Vor einer Entscheidung werde auf jeden Fall mit den Verbündeten gesprochen, sagte er vorgestern bei Treffen mit Rumäniens Außenminister Mircea Geoana und Makedoniens Präsident Boris Trajkovski in Washington.
Die Entwicklungen auf dem Balkan sollten auch im Mittelpunkt des gestrigen Treffens zwischen Powell und Serbiens Ministerpräsident Zoran Djindjić in der US-Hauptstadt stehen.
Die Lage in der geteilten Kosovo-Stadt Mitrovica blieb gestern nach mehrtägigen Straßenschlachten zwischen Albanern und Soldaten der UN-Friedenstruppe zunächst ruhig. Die Albanerführer der Stadt hatten ihre Landsleute zu Gewaltverzicht aufgerufen, wie die Nachrichtenagentur Beta meldete.
Unterdessen will Belgrad Vertretern der Albaner in Südserbien Posten in drei serbischen Ministerien anbieten. Dies solle der Vertrauensbildung dienen, so Jugoslawiens Minister für Minderheiten, Radim Ljajić, gestern.
Umverteilung gegen rechts
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