: Kein Entkommen aus der Golfregion
■ Jordanien unterbindet Flüchtlingsstrom/ Grenzen zum Irak geschlossen/ Immer mehr Flüge in Krisengebiet gestrichen
Paris/Amman (dpa) — Wegen des immer bedrohlicher erscheinenden Konflikts am Persischen Golf haben zahlreiche Fluggesellschaften ihre Flüge in diese Region drastisch eingeschränkt und zum Teil bereits gestrichen. Sie reagierten damit auch auf stark erhöhte Versicherungsprämien, die laut Lufthansa in einzelnen Fällen bis zu 150.000 DM für einen Hin- und Rückflug betragen. Damit verstärkt sich die Isolation der Golfregion weiter.
Außerdem hat Jordanien, um einen weiteren Zustrom von Flüchtlingen abzuwehren, seine Grenze zum Irak mit Wirkung vom Mittwoch für alle Nicht-Jordanier bis auf weiteres geschlossen. Bagdad sei gebeten worden, keine Ausreisen nach Jordanien mehr zuzulassen, sagte Ministerpräsident Badran. Jordanien könne mit einem massiven Flüchtlingsstrom nicht fertigwerden. Das Innenministerium in Amman erklärte, die Grenzen blieben geschlossen, „bis für die Ausreise von Flüchtlingen besondere Pläne von Regierungen und internationalen Institutionen ausgearbeitet worden sind“.
Für den Fall, daß Israel in einem möglichen Krieg nach Jordanien vordringt, hat Amman angedroht, „mit seinen sämtlichen militärischen Möglichkeiten“ zu kämpfen. Bei einem solchen Angriff werde Jordanien den Irak und Syrien um militärische Unterstützung bitten. SEITE 8
Die Engagierten stärken
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen