piwik no script img

Kein Draht zur Bank

Papst Leo scheitert an Servicekraft in Chicago

Popenfoto: reuters

Er ist der Stellvertreter Gottes auf Erden und hat enge Verbindungen nach ganz, ganz oben. Aber: „Papst Leo scheitert bei Bankanruf an Sicherheitsregeln“, meldete die himmlisch gute katholische Nachrichtenagentur KNA am Mittwoch. Leo habe seine Bank in Chicago angerufen, um seine Telefonnummer und seine Adresse zu ändern. Schließlich wohnt der amerikanische Weißkittel seit genau einem Jahr in Rom. Da ist es mal an der Zeit, die irdischen Bankgeschäfte zu ordnen. Nach der Beantwortung aller Sicherheitsfragen habe die Bankmitarbeiterin dem Popen, der sich mit seinem bürgerlichen Namen Robert Prevost gemeldet hatte, jedoch erklärt, es tue ihr leid, aber er müsse persönlich vorbeikommen. Papst Leo habe geantwortet, er werde nicht in der Lage sein, das zu tun. „Würde es einen Unterschied machen, wenn ich Ihnen sage, dass ich Papst Leo bin?“, habe er es erneut versucht. Daraufhin habe die Frau aufgelegt. Wenn selbst der Papst an einer Servicekraft scheitert, beweist das zweierlei: Er ist nur ein Normalsterblicher. Und sein Draht nach oben scheint nicht viel wert zu sein. Sonst hätte sein Chef doch eine Art Blitz nach Chicago überweisen können.

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen