■ WIRTSCHAFT WARNT VOR AUSLÄNDERFEINDLICHKEIT: Kapital: Fremdenhaß bedroht Exporte
Berlin (taz) — Nationalismus, Fremdenhaß und Rechtsradikale bedrohen den deutschen Wohlstand. Eindringlich warnte gestern einer der wichtigsten Vertreter des deutschen Kapitalismus, der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelstages Hans Peter Stihl, vor Fremdenfeindlichkeit und tätlichen Angriffen gegen Ausländer. „Abgesehen von der moralischen Abwertung durch das Ausland können damit wirtschaftliche Folgen verbunden sein. Millionen von Arbeitsplätzen hängen vom Verkauf unserer Waren und Dienstleistungen ins Ausland ab.“ Außerdem sei die deutsche Wirtschaft auf die Arbeitsmigranten genauso angewiesen wie auf die Zusammenarbeit mit ausländischen Unternehmen. In einem Interview mit der taz schlägt der CSU-Landtagsabgeordnete Merkle vor, künftig die Grenzen zu öffnen und auf lange Verfahren zur Abschottung zu verzichten. Gleichzeitig solle der Staat alle Unterstützungszahlungen einstellen. SEITEN 4 UND 5
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen