■ KNASTEINWEIHUNG: Limbach: Auch offener Vollzug ist Strafe
Berlin. Der offene Strafvollzug sei entgegen verbreiteten Ressentiments in der Bevölkerung kein Ferien- oder Hotelaufenthalt. Das erklärte Berlins Justizsenatorin Jutta Limbach (SPD) gestern, als sie die Justizvollzugsanstalt (JVA) Hakenfelde einweihte. Der offene Vollzug werde in der Regel bei allen Knackis angewendet, die zu kürzeren Freiheitsstrafen verurteilt worden sind und bei denen weder Fluchtgefahr noch Mißbrauch des Freigangs zu neuen Straftaten zu befürchten sei. Die Gefangenen hätten dabei viele Probleme bei der Arbeitssuche, beim Abbau von Schulden und der Selbstdisziplin zu überwinden, sagte die Senatorin. Bei der Umsetzung dieses Prinzips sei man noch nicht wie gewünscht vorangekommen, den 2.000 Plätzen des geschlossenen Vollzugs in Berlin stünden nur 700 des offenen gegenüber.
FLASCHEN
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen