: Justiz kritisiert Freilassung
Generalstaatsanwalt Dieter Neumann hat die österreichische Justiz kritisiert, weil sie den als Terrorhelfer verdächtigten ehemaligen syrischen Botschafter in der DDR, Feisal Sammak, freigelassen hat. Er sei tief enttäuscht: Der Fall zeige, daß Drahtzieher des Staatsterrorismus weiter ungeschoren davonkämen, sagte der Generalstaatsanwalt dem Spiegel. Sammak steht im Verdacht, 1983 den Sprengstoff zum Anschlag auf das Kulturzentrum Maison de France bereitgestellt zu haben, bei dem ein Mensch getötet und 22 verletzt wurden. Der Syrer, gegen den ein Haftbefehl vorliegt, war als Tourist in Wien festgenommen worden. Wie der Spiegel berichtete, intervenierte der syrische Staatschef Hafis al-Assad daraufhin beim österreichischen Bundespräsidenten Thomas Klestil und erreichte, daß Sammak den Diplomatenstatus bekam und am Donnerstag freigelassen worden.
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