: Japan: Alkoholvergiftung nach Wettsaufen im TV
Ein Wettrinken für eine beliebte Familien-Show des privaten japanischen TV-Senders Fuji endete für sieben Japanerinnen mit so schweren Alkoholvergiftungen, daß drei ins Krankenhaus mußten. Nach Berichten japanischer Zeitungen vom Montag waren zehn zwischen 21 und 44 Jahren alte Frauen angetreten, um ihre Trinkfestigkeit zu demonstrieren. Der Wettkampf bestand darin, alle fünf Minuten einen doppelten Whiskey oder anderes Hochprozentiges hinunterzukippen. Zwei der Frauen schafften zehn Drinks, ehe sie aufgaben. Die Fuji-Verantwortlichen entschieden am Montag, eine Wiederholung ihrer jeden Donnerstag ausgestrahlten Sendung nicht zu bringen. Der Programm-Verantwortliche hat sich bereits für den Zwischenfall entschuldigt. Wettkämpfe der schwachsinnigsten Art – weit radikaler als bei „Wetten, daß...?“ oder der „100.000-Mark-Show“ – sind Bestandteil vieler japanischer TV-Shows.Foto: Archiv
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen