: Jahresrückblick Literatur von: Nina Apin
Nina Apin, Redakteurin für Politisches Buch
Lea Ypi: „Aufrecht“ (Suhrkamp). Philosophin Ypi rekonstruiert geistreich erzählend aus Archivfunden und Familienerinnerungen das Leben ihrer Großmutter, zwischen dem Osmanischem Reich und dem sozialistischen Albanien.
Dagmar Herzog: „Der faschistische Körper“ (Wirklichkeit Books). Einladung zur Schadenfreude: Die Historikerin erklärt, warum der Faschismus so viele anspricht und was die AfD auszeichnet. Nicht gemütlich, aber erhellend.
Ulli Lust: „Die Frau als Mensch“ (Reprodukt). Vulvenhafte Höhlen, muskulöse Jägerinnen: In ihrer opulent illustrierten und faktensatten Graphic Novel erzählt Lust die Geschichte der Steinzeit feministisch neu. Ein Knaller!
Judith Butler: „Wer hat Angst vor Gender?“ (Suhrkamp). Wer sich durch 405 Seiten akademische Fundamentalverteidigung gelesen hat, ist auf dem aktuellen Stand der Gendertheorie und kann Debatten angstfrei entgegensehen.
Annett Gröschner: „Schwebende Lasten“ (C. H. Beck). Heldin des Alltags: Das Leben der Magdeburger Blumenbinderin und Kranfahrerin Hanna Krause umfasst ein Jahrhundert deutsche Geschichte. Warm und elegant erzählt.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen