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In 518 Tagen um die WeltAm Rekord vorbei

Die 16-jährige Laura Dekker hat ihre auf ein Jahr angelegte Weltumseglung beendet. Ins Guinnessbuch der Rekorde kommt sie trotzdem nicht.

Nur ein Jahr hat sie gebraucht, um der Welt zu beweisen, dass sie es kann: Am Samstag hat die 16-jährige Laura Dekker als jüngste Weltumseglerin der Geschichte ihr Ziel erreicht. Sie lief mit ihrem Zweimaster "Guppy" in den Hafen der Karibikinsel St. Maarten ein, von dem aus sie am 20. Januar 2011 gestartet war.

Die Niederländerin ließ insgesamt mehr als 27.000 Seemeilen hinter sich und legte mehrere Zwischenstopps ein, unter anderem auf den Kanaren, den Galapagos-Inseln, in Panama und Australien. "Es gab Momente, in denen ich dachte: Was zur Hölle machst du hier?", sagte sie nach ihrer Ankunft. Sie habe jede Menge über sich selbst gelernt und ein neues Hobby entdeckt: das Flötespielen. Die sei bei schlechtem Wetter einfacher zu handhaben als eine Gitarre.

Ein Gericht hatte die Segeltour nur unter der Auflage erlaubt, dass Dekker regelmäßig ihre Hausaufgaben erledige. Die Tour hatte wegen ihrer Jugend auch für Kritik gesorgt. Die Weltumseglung sollte eigentlich bereits im September 2009 beginnen, Kinderschützer schalteten jedoch die Justiz ein.

Zwischenzeitlich riss Dekker in die Karibik aus und musste von der Polizei zurückgeholt werden. Erst nach einem langen Streit mit den niederländischen Behörden bekam die Abenteurerin das richterliche Einverständnis für ihre Solo-Weltumsegelung.

Das Guinnessbuch der Rekorde und der Weltsegelrat für Geschwindigkeitsrekorde werden Dekkers Rekord nicht anerkennen, um keinen Anreiz für mögliche Nachahmer zu schaffen. Dekker hatte ihren Solo-Segeltrip zwei Monate nach der Rettung der 16-jährigen Amerikanerin Abby Sunderland aus dem Indischen Ozean begonnen, die einen ähnlichen Versuch unternommen hatte.

Die Australierin Jessica Watson war bei ihrer 210 Tage dauernden Weltumsegelung einige Monate älter als Dekker. Die 16-Jährige Dekker hat es nun geschafft und als jüngster Mensch in der Geschichte allein die Welt umsegelt – doch entsprechend gewürdigt wird sie dafür nicht. cak

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9 Kommentare

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  • P
    pressewolf

    Die Herren vom Guinessbuch haben Schiss, dass noch weitere Nachahmer unter 18 selbständig auf grosse Fahrt gehen. Ich habe Zweifel, dass eine Weigerung sie in die berühmte Liste junge Abenteurer aufhalten kann. Der Reiz sich selbst etwas zu beweisen an sich ist es, der hier antreibt. Un dich hatte selbst schon die Erfahrung mit dehr amtionierten fähigen jungen Frauen. Da organiserte eine junge 12 Jährige Umweltschützerin einen Stand und hatte alles prfekt im Griff, sagte ihrer Mutter was sie noch alles mitbringe sollte. Ich staunte nicht schlecht: ihr Reifegrad entsprach wohl eher einer 16-jährigen .... Solange die Eltern und im obigen Fall sogar ein Richter am Ende doch ein führsorgliches Auge auf die Sache haben, sehe ich da keine Gefahr, kann ich mir eher des Eindruck nicht verwehren, dass die alten Chauvis hier nicht mehr mitkommen.....

  • T
    Toby

    Um die Erfahrung ist sie zu beneiden. Aber nicht ins Guinnessbuch der Rekorde eingetragen zu werden... Meine Herren, das ist ein herber Schicksalsschlag. Das kann einen betroffen machen. Es gibt schon viel Elend auf der Welt.

    Mal ernsthaft: wenn die nach der Tour noch auf so einen Blödsinn, wie das Guinnessbuch Wert legt, ist sie umsonst gesegelt.

  • BE
    Bunny Elevator

    Vielleicht kann sie sich ja für das längste Flötespielen auf einem Segelboot doch noch ins Guinnessbuch der Rekorde eintragen lassen.

  • LW
    lars willen

    hätte das mädchen mit 12 jahren in einer holländischen textilfabrik angefangen zu arbeiten und hätte sie nachts zeitungen ausgetragen um sich das schiff zu kaufen von ihren geld,dann wäre ich beeindruckt.so aber gibt es für mich millionen von teenagern die mehr geleistet haben als die.

  • GW
    Georg Wagner

    Prima Leistung und ein Vorbild für junge Menschen. Chapeau.

  • D
    deviant

    Für das Guinnessbuch arbeitet offenbar mehr Moral als für die deutschen Medien: Die schreiben und schreiben und senden und senden, um deutsche Kinder zu ähnlich halsbrecherischen und sinnlosen Aktionen zu animieren...wer braucht schon das Guinnessbuch, wenn die eigene Fresse stattdessen in den deutschen Zeitungen und in der Tagesschau landet?

  • M
    Martin

    Was wäre denn eine "entsprechende" Würdigung?

     

    Meine Meinung: Wenns ihr gefällt, soll sie machen. Dass da so ein Wind drum gemacht wird ist ziemlich albern.

  • M
    m-ries

    Wenn ich mir angucke, welche Rekorde da so Buch stehen, bei denen die Guinness-Redaktion bisher keinen Grund sah, vor Nachahmung zu warnen, denke ich, die Entscheidung ist eher dem öffentlichen Druck als dem eigenen Ermessen geschuldet.

  • H
    hans

    Sie habe jede Menge über sich selbst gelernt und ein neues Hobby entdeckt: das Flötespielen.

     

    soso, flötespielen nennt man das heute…