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Ihm schmeckt’s nicht

Japans Bären immer wilder auf Nahrungssuche

Es muss nicht lecker gewesen sein. Vielleicht war das das Glück dieser Familie in Shizukuishi im Norden Japans: Sie hatten wohl nur Fraß in ihrem Eisschrank. Dahingehend galoppierten unsere Gedanken, als uns grundsätzlich tierliebem Kontor am Donnerstag die AFP erzählte: „Bär in Japan dringt in Küche ein und durchwühlt Kühlschrank.“ Weil Braunwolle aber nix fand, verstreute er beleidigt den Inhalt und gelangte „durch eine Hintertür neben der Küche wieder hinaus.“ Wählerischer Meister Petz, denn auch in einer Tonne vor dem Haus suchte er erfolglos „in Lebensmittelabfällen nach Nahrung“. Und trollte sich dann, ohne Unheil anzurichten – in Japan gibt es seit April „mindestens fünf Todesfälle durch Bären­attacken“. Ein Grund: „wenige Eicheln, so dass die Bären sich anderswo auf Nahrungssuche machen“. Im Märchen „Seelenlos“ aus der Sammlung von Ludwig Bechstein war der Petz dagegen weitaus besser gelitten: „Dir, kühner Nordlandsrecke, großer Brummer und in nördlichen Gegenden auch ein König der Tiere, gebührt das dritte Rückenstück, der zweite Lendenbraten und der vierte Schinken, und was du sonst magst.“ Mahlzeit, Meister!

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