■ Hungerstreik: Politisch anerkennen
Frankfurt/Main (taz) – Seit dem 17. Januar befinden sich 13 Kurden aus dem Irak in einer Unterkunft für AsylbewerberInnen im bayerischen Aschaffenburg im Hungerstreik. Sie fordern die Anerkennung als politisch Verfolgte und die umgehende Bearbeitung ihrer Asylanträge. Weiter wende sich der Hungerstreik gegen „unhaltbare Zustände“ in der Unterkunft, heißt es im Schreiben eines Solidaritätskomitees. Weil die Behörden bislang nicht auf den Hungerstreik reagierten, so das Solidaritätskomitee, hätten zwei Kurden am vergangenen Montag versucht, sich selbst zu verbrennen.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen