: Hunderttausende Eritreer auf der Flucht
Die Kämpfe mit Äthiopien dauern unvermindert an. UNO verlagert Hilfsgüter aus dem Kosovo ans Horn von Afrika
BERLIN taz ■ Der andauernde Krieg zwischen Eritrea und Äthiopien verschlimmert die Lage der Zivilbevölkerung immer mehr. Das UN-Welternährungsprogramm bezifferte gestern die Zahl der durch den Krieg vertriebenen eritreischen Zivilisten auf 750.000 – über ein Fünftel der Gesamtbevölkerung. „Ein großer Teil dieser Menschen ist nicht erreichbar“, sagte WFP-Sprecher Trevor Rowe.
Die eritreische Regierung nannte sogar die Zahl von 1,5 Millionen Vertriebenen, worin jedoch diejenigen mitgerechnet sind, die wegen Dürre und Nahrungsmittelknappheit ihre Heimat verlassen haben. Die Ernährungslage im dürregeplagten Eritrea droht sich rapide zu verschlechtern, da die Kämpfe mit Äthiopien sich auf die Kornkammer Eritreas im Südwesten des Landes konzentrieren. Aber auch im Osten des Landes suchen immer mehr Menschen Zuflucht vor neuen Gefechten. Und auch im Sudan kommen immer mehr Eritreer an. Allein gestern überquerten 3.000 die Grenze in das westliche Nachbarland. Inzwischen halten sich mehr als 55.000 eritreische Flüchtlinge im Sudan auf.
Das UNHCR will nun Wassertanks, Lastwagen und andere Hilfsgüter aus dem Kosovo nach Eritrea bringen, um eine langfristige Hilfsaktion zu starten. „Wir fürchten, dass die Berichte über andauernde Kämpfe und die schwere Zerstörung in vielen Gebieten die Chancen für eine frühe Rückkehr nach Hause vieler der Vertriebenen stark verringert haben“, sagte UNHCR-Sprecher Kris Janowski. Die Transporte aus dem Kosovo könnten nächste Woche beginnen.
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Umverteilung gegen rechts
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