: Honecker todkrank
■ Prozeß wird vermutlich eingestellt
Berlin (AP) — „Mit Honecker ist kein Prozeß mehr zu machen“, sagte gestern sein Verteidiger Nicolas Becker, nachdem ein zweites medizinisches Gutachten ergeben hatte, daß sich Honeckers Leberkrebs schneller ausbreitet als erwartet. In der Expertise des Gerichtsmediziners Volkmar Schneider heißt es: Das Krebsleiden befindet sich in seinem letzten Stadium, Honecker werde einen zweijährigen Prozeß nicht überleben.
Die Verteidiger wollen nun die schnelle Freilassung ihres Mandanten aus der Haft erreichen. Die Krankheit stelle ein „dauerndes Verfahrenshindernis“ dar, sagte Anwalt Nicolas Becker gestern. Das Gericht wird vermutlich nächste Woche entscheiden, ob ein Verfahren eröffnet wird.
Umverteilung gegen rechts
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen