: Hörspiel-Tip: RB 1,20.15-21.05 Uhr
Die beiden geschiedene Eheleute, die sich an ihrem 30. Hochzeitstag im neuerbauten Luxushotel einer bundesdeutschen Großstadt treffen - genau da, wo seinerzeit noch ein gemütliches Hotel war, indem sie gehochzeitnachtet hatten sind wirklich zu verschieden.
Rosel ist immer noch eine romantische Träumerin, die ihr wechselndes Gefühlsleben mit Opernmusik stabilisiert. Hans, damals noch gesellschaftlich unterlegen, ist durch Seminare für Manager sicherer und geschäftsführenden Direktor einer expandierenden Firma geworden. Vor lauter Karriere ist an ihm aber nichts Liebenswertes mehr übriggeblieben. Seine menschlichen Möglichkeiten sind leider auf der Strecke geblieben. Rosel dagegen ist in all ihrer Lebensfremdheit und alten Bürgerlichkeit ein liebenswürdiger Mensch. Rosels Plan, ein stilvolles Fest der Erinnerung zu feiern, mißlingt natürlich kläglich.
Thomas Rübenacker versteht es, diese kritische Psychostudie (Leckerbissen für zwei gute Schauspieler) spannend vorzutragen und tragikomisch abzurunden. Der 36jährige lebt als freier Schriftsteller, Opern-und Theaterregisseur in Karlsruhe.
Sie (Doris Schade), Er (Gerd Kunath), Hotelboy (Murath Yeginor), Etagenkellner (Erwin Wirschaz). Regie: Th. Rübenacker.
RB 1, 20.15 - 21.05 Uhr
Die Engagierten stärken
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen