: Hör mir auf mit Heimat
Gorki-Chefin Langhoff findet, Heimatbegriff habe in der Politik nichts zu suchen
Die Intendantin des Berliner Maxim Gorki Theaters, Shermin Langhoff, fordert eine kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff „Heimat“. „Insbesondere im politischen Raum hat er meiner Ansicht nach nichts zu suchen“, teilte Langhoff der Deutschen Presse-Agentur mit. Das Theater will sich auf seinem Herbstsalon bis Mitte November mit dem Begriff auseinandersetzen.
„Die Tatsache, dass wir nach dem rechtsextremistischen Terror des NSU und dessen Umfeld im ‚Thüringer Heimatschutz‘, Heimat zum ministerialen Ressort machen, nicht aber ein Antidiskriminierungsressort zur Bekämpfung von Rassismus und Antisemitismus schaffen, ist mehr als ambivalent“, erklärte Langhoff.
Das Theater in der Dorotheenstadt im Ortsteil Mitte will sich in den kommenden drei Wochen mit der Frage beschäftigen, wie sich Zugehörigkeiten anders denken lassen. Geplant sind Premieren, Performances und eine Konferenz. „Heimat“ werde zurzeit in Großbuchstaben an jede Wand der Republik projiziert, schreibt Langhoff. „Jedoch nicht im Sinne von Empathie und Solidarität mit den Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen müssen.“ (dpa)
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