: Höhere Gewalt kein Reisemangel
Pauschalreisende müssen neuerdings bei Naturkatastrophen und anderen Fällen von höherer Gewalt ihre Rückreise zur Hälfte selbst bezahlen. Der Grund: Im neuen Reisevertragsrecht wurde das Kündigungsrecht der Touristen eingeschränkt. Bislang konnten Kunden bei „höherer Gewalt“ – neben Naturereignissen zählen Juristen unter anderem den Golfkrieg und den Reaktorunfall von Tschernobyl dazu – ihren Reisevertrag unter Hinweis auf einen „erheblichen Reisemangel“ kündigen und die gesamten Rückreisekosten dem Veranstalter in Rechnung stellen. Der Verbraucher bleibt jetzt jedoch nicht nur auf 50 Prozent der Rückflugkosten sitzen, sondern muß zudem auch noch alle übrigen Aufwendungen in voller Höhe tragen. „Diese Regelung gilt auch“, erläutert Jutta Zedelmaier vom Bundesverband Mittelständischer Reiseunternehmen (ASR), „wenn die Reise gar nicht angetreten wurde.“ Allerdings sei derzeit noch strittig, ob der Veranstalter für die Kosten einen Pauschalbetrag ansetzen darf oder die tatsächlichen Aufwendungen nachweisen muß.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen