■ Herzog: Familie statt Steuern
Hamburg (dpa) – Die Steuer- und Abgabenbelastung in der Bundesrepublik ist nach Ansicht von Bundespräsident Herzog an eine Grenze gelangt. Bei einer weiteren Anhebung seien die Leistungsfähigkeit des Gemeinwesens wie des einzelnen nachhaltig gestört, sagte er beim „ostasiatischen Liebesmahl“ der Wirtschaft in Hamburg. Notwendig sei mehr Eigeninitiative und die Zurückverlagerung von Verantwortung in die Familie und in die persönlichen Lebensgemeinschaften. Diese Konsequenz könne auch aus der Auseinandersetzung mit dem asiatischen Werte- und Gesellschaftssystem gezogen werden. Gruppen- und familienorientiertes Denken spiele dort eine große Rolle, Gruppen und Familien erfüllten noch Aufgaben, die in Europa zum Beispiel in der Krankenpflege oder Altenversorgung an den Staat oder an anonyme Organisationen übertragen worden seien.
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