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Politisches Kabarett Herrchens Frauchen

In der Begründung der Jury des Deutschen Kleinkunstpreises 2005 in der Sparte Kabarett, den Lisa Politt als erste Frau überhaupt erhielt, hieß es über sie: „Eine radikale Denkerin, die gnadenlos analysiert und exakt formuliert.“ Und ihr Kollege Volker Pispers urteilt: „Lisa Politt ist die einzige Frau in Deutschland, die aggressives politisches Kabarett macht.“

Zum 25-jährigen Bestehen von „Herrchens Frauchen“, dem Duo von Politt und Gunter Schmidt, haben sich die beiden Kabarettisten etwas Besonderes ausgedacht: Nicht einen Zusammenschnitt aus den bisherigen, an Höhepunkten schon nicht armen Programmen, sondern einen nigelnagelneuen Abend, bestehend aus den bewährten Ingredienzien: „brillant-bissige Dialoge mit Musiknummern zwischen krachwitzig und bitterernst“ (DWZ, Hameln). Die mittlerweile 17. Produktion des famosen Zweiers, „War was?!“, ist gleichermaßen Rück- und Ausblick, auch diesmal natürlich nicht ohne erhobenen Mittelfinger: Seit bekannt wurde, dass die tödlichen Schüsse auf Benno Ohnesorg auf der Anti-Schah-Demo von IM Kurras abgegeben wurden, ist klar: Die Geschichte der Studentenbewegung muss umgeschrieben werden.

■ Samstag, 20 Uhr, Schwankhalle