: Hemingways Tränke geöffnet
Paris (AFP) – Im Rahmen der 50-Jahr-Feiern zur Befreiung von Paris wird morgen auch die jahrelang geschlossene Hemingway-Bar des Pariser Nobelhotels „Ritz“ wieder geöffnet. Zu ihren Attraktionen gehört eine Spezialabfüllung des „Havana Club“-Rums, den der Literatur-Nobelpreisträger über alles schätzte. Ernest Hemingway, dessen Bronzebüste jetzt auf der Theke der Bar thront, gehörte vor 50 Jahren zu den zahlreichen Helden der „Libération“: Am 25. August 1944 „befreite“ der damals 45jährige seine Stammbar im „Ritz“ – und bestellte nach dem Handstreich erst einmal eine Runde „Martini dry“ für alle. Die Bar des „Ritz“ hatte der damals noch mittellose Schriftsteller Ende der 20er Jahre mit seinem wohlhabenden US-Kollegen Francis Scott Fitzgerald kennengelernt, der ihm die teuren Drinks spendieren mußte. Nach seinen ersten Erfolgen konnte sich Hemingway dann die Luxus-Absteige bei jedem Besuch in Paris leisten. „Wenn ich vom Leben nach dem Tod träume, dann spielt die Handlung immer im Ritz“, sagte er einmal.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen