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Helle Aufregung um vermeintliche Bombe

■ Paket lag vor dem Kanzleramt

Bonn (dpa/taz) – Ein in der Nähe des Bonner Kanzleramts abgelegtes Paket versetzte gestern morgen die Sprengstoffexperten des Bundesgrenzschutzes (BGS) in helle Aufregung. Die vermeintliche Bombe, die nur 70 Meter entfernt vom Kanzleramt gefunden worden war, entpuppte sich allerdings wenig später als Autozubehör. Spezialkräfte des BGS schossen das an der überlebensgroßen Adenauer-Bronzebüste abgelegte verdächtige Objekt mit einem „Wassergewehr“ auf und fanden darin den Hauptbremszylinder eines Lastwagens.

Gegen fünf Uhr morgens hatte eine Streife des Bundesgrenzschutzes das Paket entdeckt und Bombenalarm ausgelöst. Die Fundstelle an einer Hauptverkehrsstraße wurde abgesperrt. Das verdächtige Paket war angeblich mit der Aufschrift „Bundeskanzleramt“ versehen.

Im Regierungsviertel seien die Sicherheitskräfte „zu Recht unheimlich sensibel“, erklärte ein Bonner Polizeisprecher. Ein BGS- Mitarbeiter äußerte die Vermutung, mit dem Paket hätten die Bewacher bewußt in die Irre geführt werden sollen. Bundeskanzler Kohl wäre allerdings auch von einer realen Bombe nicht gefährdet gewesen – er befindet sich noch im Urlaub in Österreich.

Am nur durch einen Metallzaun vom Kanzleramt getrennten Adenauer-Denkmal hatte vor wenigen Jahren schon ein im Halteverbot abgestelltes Auto für Aufregung gesorgt – dem Fahrer war aber nur das Benzin ausgegangen. Auch ein Transistorradio, das in eine Mülltonne geworfen worden war, wurde vorsorglich unschädlich gemacht: Die Mülltonne wurde nach Polizeiangaben „zerbombt“. Mon

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