piwik no script img

Heißer Herbst in Italien

Rom (dpa/taz) — Hunderttausende ItalienerInnen sind in dieser Woche gegen die Sparpläne der Regierung auf die Straße gegangen. Vor allem die Gesundheitsversorgung und die Renten sollen zusammengestrichen werden. Zwar hatten die beiden linken Großgewerkschaften — die ehmals kommunistische CGIL und die sozialistische UIL — zu Protesten aufgerufen. Doch dort wurden ihre Bosse selbst Angriffsziele einer wütenden Basis, die sie als „Arbeiterverräter“ beschimpfte und ihnen Mauschelei mit der Regierung auf Kosten der Ärmsten vorwarf. In Mailand flogen den Gewerkschaftsoberen faule Tomaten, stinkende Eier und Geldmünzen entgegen, letztere wegen Korruptionsverdacht. Heute will Regierungsschef Amato mit den Gewerkschaftsspitzen die Lage besprechen.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen