■ Kommentar: Heilige Kuh, goldenes Kalb
Das Sparen ist das einzige politische Maß, das den Bremern für ihre Politik noch geblieben ist. Finanzsenator Volker Kröning hat die Obergrenze markiert. Darüber geht nichts, darunter, scheint's, geht jetzt auch nichts mehr.
Wer heilige Kühe schlachten will, muß ein großes Messer haben. Oder eine Sense. Die hat Volker Kröning, aber mehr nicht. Die Stadtwerke sind ein florierendes Unternehmen, das Bremen echtes Geld in den Beutel bringt. Konjunkturunabhängig, sozusagen, denn selbst Arbeitslose müssen Strom, Gas und Wasser zahlen. Ganz zu schweigen von der politischen Diskussion.
Warum also eine Heilige Kuh schlachten, die goldene Kälber wirft? Vielleicht gibt es ja Gründe. Aber die müssen benannt werden. Und die Diskussion muß offen geführt werden. Wer das verhindert, indem er hintenrum mit dem Verkauf solange kokettiert, bis er umgesetzt ist, der steht in dem Ruch, einer Debatte um die Veräußerung der Stadtwerke auszuweichen, weil er sie argumentativ verlieren könnte. Markus Daschner
Umverteilung gegen rechts
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