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Haiders Partei spaltet sich

■ Fünf Abgeordnete verlassen die FPÖ-Fraktion

Berlin (taz/dpa) – Spät, aber immerhin: Drei Tage nach dem schlechten Abschneiden Jörg Haiders in dem Anti-Ausländer- Volksbegehren „Österreich zuerst“ sind gestern fünf Parlamentsabgeordnete aus der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) ausgetreten. Die Wortführerin der Gruppe und bisherige Vize-Präsidentin der FPÖ, Heide Schmidt, sagte zu dem Bruch, sie könne sich nicht länger mit den extremen Positionen des FPÖ-Vorsitzenden Haider und mit dem Stil, den die Partei in der öffentlichen Debatte wählt, identifizieren.

Die Dissidenten wollen im Nationalrat bleiben und eine eigene Fraktion mit dem Namen „Liberales Forum“ gründen. Mit Schmidt verliert Haider sein letztes „liberales Aushängeschild“, nachdem er alle anderen parteiinternen Kritiker längst aus Position und Partei verdrängt hat. Auch die Mehrheit dieser fünf Abgeordneten kam mit ihrem Schritt einem Ausschluß zuvor. Die 44jährige Schmidt hatte sich allerdings unter den Duckmäusern in der FPÖ wiederholt mit einer öffentlichen Kritik an Haider hervorgetan. Das Anti- Ausländer-Volksbegehren hatte sie von Anfang an als „Polarisierung und Fremdenhetze“ abgelehnt.

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