: Gute Chancen
■ Wirtschaftsinstitut DIW sieht Wachstum für Berlin und Brandenburg
Die Wirtschaft in Berlin und Brandenburg kann nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in den kommenden Jahren mit einer kräftigen Expansion rechnen. Die Stadt werde vom Aufholprozeß in den neuen Bundesländern profitieren, und die Ausfüllung der Hauptstadtfunktion habe große Bedeutung.
Auf längere Sicht würde die Wiedergewinnung der früheren Stellung als bedeutender europäischer Verkehrsknotenpunkt und der wirtschaftliche Austausch mit den osteuropäischen Ländern wirken, heißt es im jüngsten Wochenbericht des Instituts.
Diese optimistische Einschätzung für die Zukunft, so warnt das DIW, dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, „daß der zu erwartende Wachstumsprozeß von einem außerordentlich niedrigen Niveau ausgeht“. Auch müsse in der Region noch mit einem erheblichen Arbeitsplatzdefizit gerechnet werden.
Ferner müßten die Strukturprobleme im verarbeitenden Gewerbe bedacht werden, denn die Industriedichte im Berliner Umland sei nur halb so hoch wie in Regionen westdeutscher Großstädte.
Das Berliner Institut warnt davor, unter allen Umständen Industrie in der Stadt zu halten. „Es wäre sicherlich ein teurer und auf Dauer aussichtsloser Versuch, Industriebetriebe, die anderenorts wesentlich günstigere Standortbedingungen vorfinden, in der Stadt halten zu wollen.“ dpa
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen