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Großes Gewusel im Rathaus

■ Erster Aktionstag zur Frauenförderung in Charlottenburg/ Infos, Beratung und Diskussionen lockten viele Frauen an

Charlottenburg. Hunderte von Frauen wuselten am gestrigen „Aktionstag zur Frauenförderung“ durch das Rathaus Charlottenburg. Zwischen blühenden Forsythien präsentierten sich an 15 Ständen das Arbeitsamt, die Volkshochschule oder der Verband der Unternehmerinnen mit Informationsbroschüren. In den Sitzungssälen wurden diverse Workshops für Berufsrückkehrerinnen oder zur Frauenförderung in der EG angeboten.

„Schon um halb zehn waren die ersten Schülerinnen da“, freute sich die Frauenbeauftragte Brigitte Kippe (CDU), die das von ihr im Rahmen des „Charlottenburger Frauenfrühlings“ zusammengestellte Programm an alle Charlottenburger Schulen und andere Institutionen verschickt hatte. Zusammen mit der Bezirksbürgermeisterin Monika Wissel (SPD) träumt sie davon, den Aktionstag als „eine Art Messe“ einmal im Jahr fest zu etablieren.

Zuvor will sie den Erfolg der Veranstaltung jedoch noch mal auswerten – genauso wie die anonym ausgefüllten Fragebögen, die zum Thema sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz an die Besucherinnen verteilt wurden. Daß sie ausgerechnet wenige Tage vor dem Frauenfördertag die Frauenvertreterin im Bezirksamt Charlottenburg von ihrem Posten abberufen mußte, bedauerte die Bezirksbürgermeisterin „außerordentlich“. Die Frau habe „viel geleistet“, und wenn das Oberverwaltungsgericht ihre Wahl nicht für rechtswidrig erklärt hätte, hätte sie diesen Schritt nie unternommen. Daß nun die Protestbriefe von Gewerkschafterinnen und Grünen an das Abgeordnetenhaus für „Druck von außen“ sorgen, könne sie nur begrüßen. usche

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