■ Griechenland: Zu wenig Polizei?
Athen (AFP) – Die erste griechische Zufluchtsstätte für mißhandelte Frauen in Athen kann nicht eröffnet werden, weil das zuständige Ministerium keine Polizisten zur Verfügung stellt. Wie die Athener Tageszeitung Ta Nea am Samstag berichtete, hat das im Dezember fertiggestellte Frauenhaus von der Stadtverwaltung die Auflage, Polizeischutz in Anspruch zu nehmen. Dieser sei Anfang April beantragt worden, doch habe die zuständige Behörde bislang nicht reagiert. Laut Ta Nea sagte der Staatssekretär für öffentliche Ordnung, es sei nahezu unmöglich, einen einzigen abkömmlichen Polizisten zu finden.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen