: Greenpeace ging im Vergleich baden
Hamburg (taz) - Greenpeace ist stolzer Besitzer eines der teuersten Wasserhähne der Welt: Preis 120.000 Mark. Vor dem Landgericht Itzehoe schlossen der Chemie-Konzern Bayer und die Umweltschutzorganisation Greenpeace am Freitag einen Vergleich. Greenpeacer Harald Zindler hatte im Juli 1987 eine Abwasserleitung des Bayer-Werks in Brunsbüttel durchbohrt und das corpus delicti, einen Wasserhahn, angebracht - „schließlich sollte jeder das Recht haben, die Abwässer zu überprüfen“. Bayer war da anderer Meinung und verklagte Greenpeace auf 404.786,85 Mark Schadensersatz.
Nach zähen Verhandlungen über einen außergerichtlichen Vergleich trafen sich beide Parteien vor dem Landgericht Itzehoe wieder, wo der Vergleich geschlossen wurde: Greenpeace zahlt bis zum 30.September 120.000 Mark an „Brot für die Welt“.
Umverteilung gegen rechts
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen