: Golfkriegs-Verweigerer
■ Zwei Garstedter GI's sitzen noch wegen Desertion
„Ich bin bereit, einem flüchtigen US-Soldaten zu einer Unterkunft zu verhelfen“, hieß es im Dezember in einem Bremer Aufruf an die 4.000 Garlstedter US- Soldaten, den Kriegsdienst zu verweigern. Tatsächlich stellten sieben GI‘s vor ihrem Abmarsch an den Golf Verweigerungs-Anträge - über die erst mitten im Krieg entschieden wurde.
Einige US-Soldaten setzten sich auch rechtzeitig von ihrer Truppe ab und tauchten bis zum Ende des Golfkriegs unter. Drei von ihnen waren Mitte letzten Jahres vom Garlstedter Militärgericht zu Gefängnisstrafen zwischen vier und 27 Monaten verurteilt worden.
Prozesse hatte es - wenn auch nicht in Bremen - gegen Deutsche UnterstützerInnen der desertierten US-Soldaten gegeben. Prominentestes Opfer war der Tübinger Professor Walter Jens. Am 15. Januar 1991 wurde auf einer Großveranstaltung im Bremer DGB-Haus auch allen deutschen Soldaten Unterstützung bei einer Desertion zugesichert. Ase
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen