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Gemeiner Schiffsbohrwurm

Hamburg/Kiel (epd) – Eine exotische Bohrmuschel hat sich bereits durch unzählige Holzbalken in deutschen Ostseehäfen genagt und so erhebliche Schäden angerichtet. Mehrere Fähranleger wurden so stark geschädigt, daß sie geschlossen werden mußten.

Der Gemeine Schiffsbohrwurm (Teredo navalis), der zur Familie der Bohrmuscheln gehört, wird bis zu zwanzig Zentimeter lang und stammt ursprünglich aus Ostasien. Das gefräßige Weichtier wurde erstmals in den achtziger Jahren in der Nordsee entdeckt. Inzwischen breitet es sich verstärkt in der Ostsee aus und macht die Experten ratlos. „Die Muschel übersteht selbst härteste Winter, und bekämpfen kann man sie nicht“, sagt ein Biologe vom Zoologischen Institut der Universität Hamburg. Mehr als hundert fremde Organismen besiedeln bereits Ost- und Nordsee. Sie „reisen“ im Ballastwasser an, das Schiffe in den Häfen ablassen.

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