: Gegen rechte Spots
Potsdam (taz) – Nun zeigt auch der ORB im Sinne einer „wehrhaften Demokratie“ (ORB-Chef Rosenbauer) Flagge. Am Dienstag unterstützte die Mehrheit der Rundfunkratsmitglieder die ARD-Initiative gegen Wahlwerbespots. Zugleich appellierten sie an den Brandenburger Landtag, das Rundfunkgesetz dahingehend zu ändern, zukünftig keine Wahlwerbespots mehr ausstrahlen zu müssen. Der Abstimmung ging eine Diskussion voraus, in der fast alle Redner die von der ARD favorisierte generelle Streichung der Wahlspotpflicht als „Rasenmähermethode“ kritisierten. Dank der engagierten Worte von Rosenbauer („Ehrlich gesagt, finde ich die Dinger ziemlich blöd.“) fand die Beschlußvorlage letztlich doch eine große Mehrheit.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen