: Gegen die Lili-Marleen-Romantik
Mit einem Kino-Werbespot rufen Berliner AntimilitaristInnen zur Kriegsdienstverweigerung auf. Neben der üblichen Kaufanstachelung in Sachen Langnese, Bacardi und Camel läuft vor dem Hauptfilm jetzt in 36 Kinos der Hauptstadt ein Mini-Drama. Im Regen steht der Soldat Olaf, der tief bereut, zum Bund gegangen zu sein. „Hätte ich doch damals nur verweigert“, flucht er, als er raus in den Schlamm muß (ob Manöver oder Krieg läßt der Film offen). Doch dann meldet sich aus dem Off eine lenorweiche Stimme: „Olaf, entscheide Dich. Es ist nie zu spät. Wir empfehlen: Verweigern statt Dienen.“ In Auftrag gegeben wurde der Film von der Berliner „Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär“. Inzwischen werden Kopien auch in Wuppertal und Regensburg gespielt. Kinobesitzer und Kinogänger, die die überzeugte Drückebergerei aktiv fördern wollen, können sich bei der Kampagne melden. Kontakttelefon: 030/8621331 kotte/Foto: Horst Klöver
Umverteilung gegen rechts
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