piwik no script img

■ Gegen RechtsBewährung in Rostock

Rostock (dpa) – Das Landgericht Rostock hat am Montag einen Mann zu einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt, der an den ausländerfeindlichen Krawallen in Rostock-Lichtenhagen vor rund zehn Monaten beteiligt war. Die Strafe wurde auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt und mit Landfriedensbruch in Tateinheit mit versuchter vorsätzlicher Körperverletzung begründet. Damit hob das Landgericht ein Urteil des Rostocker Amtsgerichts auf, das den 44jährigen zu einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt hatte. Das Landgericht sah es als erwiesen an, daß der Gemeindearbeiter aus Ahrensburg ein „nicht definierbares“ Wurfgeschoß gegen einen Polizisten geschleudert hatte. Er rechtfertigte sein Vorgehen mit der Taktik der Polizei, die er nicht gutgeheißen habe.

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen