piwik no script img

Gegen Diskriminierung

■ Trotz Widerstandes: FHW-Senat verabschiedet Frauenförderrichtlinien

Berlin. Frauenförderrichtlinien haben in diesem Jahr Konjunktur an Hochschulen. Nach FU und FHSS verabschiedete am Dienstag der akademische Senat der Fachhochschule für Wirtschaft (FHW) entsprechende Richtlinien, die die angemessene Beteiligung von Frauen an Lehre und Forschung regeln sollen. Und wie zuvor löste das von Frauenrat und Frauenbeauftragter erarbeitete Paragraphenwerk bei den männlichen Kollegen der FHW heftige Widerstände aus. „Alles Firlefanz“ meinten die einen. Anderen war vor allem der Paragraph zur sexuellen Belästigung ein Dorn im Auge. Denn hier wird festgeschrieben, daß „jedes sexuell gefärbte verbale und nichtverbale Verhalten, das von den Betroffenen nicht erwünscht ist und als abwertend und herabwürdigend erlebt wird“, als sexuelle Belästigung zu werten und zu ahnden ist. Damit ist die FHW die erste Hochschule in Berlin, die das subjektive Erleben von Frauen als Maßstab sexueller Belästigungen festlegt. flo

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen