piwik no script img

Gefangener O. wieder im Haftkrankenhaus

Kewenig in Kummer. Der Presserat hat seinen Umgang mit der Pressefreiheit gestern mißbilligt. Bericht Seite 2

Der 44jährige Gefangene O., der sich am Dienstag nach sieben Wochen Hungerstreik zu einer Verlegung vom Haftkrankenhaus in die Karl-Bonhoeffer Nervenklinik (KBoN) bereit erklärt hat (taz berichtete), befindet sich seit gestern wieder im Moabiter Haftkrankenhaus. Nach Angaben von Justizsprecher Christoffel konnte O. in der KBoN nicht behandelt werden, weil diese nicht über die erforderlichen Geräte verfüge. O. sei daraufhin auf die Intensivstation des Humboldkrankenhauses gebracht, von dort aus aber wieder ins Haftkrankenhaus rückverlegt worden. Ob dies tatsächlich auf O.s Wunsch hin erfolgte, wie Christoffel angab, war gestern nicht eindeutig zu klären. Der Gesundheitszustand des Gefangenen ist nach wie vor äußerst kritisch.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen