Galerie im Turm: "Mighty Good Men": Spielarten von Männlichkeit
Foto: Eric Tschernow; Courtesy Galerie im Turm.
1994 besangen Salt ’n’Pepa das Ideal eines Mannes, den „mighty good man“, ebenso sanft wie lustig, großzügig, klug und sexy. „Whatta man“ – der Song hakt sich im Ohr fest und formt sich zu Fragen um, während man in der Galerie im Turm Videoarbeiten und Zeichnungen der beiden Künstler betrachtet, die hier unter dem Titel „Mighty Good Men“ ausstellen: Mannsein, was bedeutet das in der heteronormativ geprägten Welt überhaupt? Muss Männlichkeit zwangsläufig toxisch sein? Andrew J Burford und Constantin Hartenstein deklinieren (Stereo-)Type wie (Gegen-)Gifte durch. Während Burford sich in den Videos mit gesellschaftlichen Erwartungen auseinandersetzt, mit Beschützerrollen und emotionalen Blockaden, spürt Hartenstein den physischen Qualitäten, den comichaft aufgeblasenen Schönheitsidealen des sogenannten Alpha-Mannes nach. Auf blau gefärbte Stahlplatten hat er mit feinem Strich Fragmente der Verpackungen von Proteinpräparaten platziert – sie fungieren als Sinnbilder, sind hart und zart zugleich. bsh
Bis 8. 7., Mo.–So. 11–20 Uhr, Frankfurter Tor 1. Künstlergespräch am 18. 6. um 20 Uhr. Performances am 30. 6. um 20 Uhr
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen