piwik no script img

■ GEHEIMDIENST-FLOPIsrael ließ entführte Libanesen frei

Jerusalem (afp/taz) — Israel hat am Samstag die drei am Freitag von einem israelischen Kommando entführten Libanesen freigelassen. Wie Journalisten vor Ort berichteten, trafen die drei Männer am Vormittag in Nabatije in der Nähe von Dschibschit ein. Sie wurden von einem Fahrzeug des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) dorthin gebracht. Ein israelisches Sonderkommando hatte die Libanesen, darunter einen Korrespondenten der Nachrichtenagentur Reuter, in der Nähe von Dschibschit aufgegriffen. Bei einer anschließenden Explosion durch einen von den Israelis zurückgelassenen Sprengkörper kamen drei Kinder ums Leben. Offenbar sollten ursprünglich drei führende Persönlichkeiten des schiitischen Widerstandes im Südlibanon gekidnappt werden, um Israel ein zusätzliches Faustpfand für die Verhandlungen über eine Freilassung von Gefangenen zu verschaffen.

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen