■ GEBÜHREN: Höhere Tarife für Wasser und Müll
Berlin. Die Tarife der Berliner Wasser-Betriebe und der BSR werden zum 1. Januar 1993 steigen. Der Senat beschloß gestern für Gesamt-Berlin eine Tarifanhebung von 37,3 Prozent bei der Wasserversorgung. Die Abwasserentsorgung soll in West-Berlin 9,3 Prozent teurer werden. In Ost-Berlin sollen Gewerbe- und Industriekunden dafür ebenfalls 9,3 Prozent mehr zahlen. Für private Haushalte schlägt die Tarifanhebung dort jedoch mit 45,5 Prozent zu Buche. Die Gebühren für die Müllabfuhr sollen in West-Berlin um 12,1 Prozent steigen. In den östlichen Bezirken werden sie dem Senatsbeschluß zufolge auf 75 Prozent des West-Niveaus angehoben. Die erhofften Mehreinnahmen für 1993 bezifferte der Staatssekretär der Senatsverwaltung für Verkehr und Betriebe, Ingo Schmitt, vor Journalisten auf 217 Millionen Mark bei der Stadtreinigung und auf rund 272 Millionen Mark bei den Wasser-Betrieben.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen