: G.Abramzik
Günter Abramzik, eingeschult Ostern 1932 in die Grundschule Marienburg (Ostpreußen), ist heute Bremens Domprediger.
„Die Zuckertüte, die ich bekam, war beinahe so groß wie ich selbst. Auf ihren Inhalt allein konzentrierte sich meine ganze Neugierde. Süßigkeiten, die man das ganze Jahr über nicht bekam, waren da versammelt. Es war wohl der raffinierte Trick der Erwachsenen, einen jungen Bengel von der grausamen Realität abzulenken, die ihm bevorstand. Die Kindheit war nun zu Ende, der Zwang begann und wurde auch von mir als solcher empfunden.
Wer im Rückblick die Schule verherrlicht, muß zweifellos mit Blindheit geschlagen sein. Ich habe mich nie mit ihr anfreunden können. Auch nicht mit den Lehrern. Von denen bekam ich sofort Backpfeifen. Die Kleinstadt war da unerbittlich. Der Schulbeginn war wie die Konfirmation und das Soldatwerden ein Lebensabschnitt von enormer Bedeutung. In den Lesebüchern der damaligen Zeit galten diese besonderen Dinge als Höhepunkte des Lebens. Ich habe genau das Gegenteil empfunden.“ 20Z. Junge mit Ranzen
Stiefeln
und Schultüte
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen