■ Ruanda: Friedensvertrag geplatzt
Nairobi (dpa) – Die für gestern vorgesehene Unterzeichnung eines Friedensabkommens zur Beendigung des Bürgerkriegs in Ruanda ist von der Regierung auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Die Regierung und die Rebellen der Patriotischen Front (FPR) hatten etwa ein Jahr lang in der nordtansanischen Stadt Arusha über ein Abkommen verhandelt, das den im Oktober 1990 ausgebrochenen Bürgerkrieg beenden soll. Beide Seiten verständigten sich auf die Bildung einer gemeinsamen Regierung, die Zusammenlegung von Regierungstruppen und Rebellen zu einer gemeinsamen Armee und auf die Rückkehr von Flüchtlingen. Die Unterzeichnung scheiterte nun unter anderem daran, daß nicht klar war, wer der Premierminister eines gemeinsamen Übergangskabinetts sein sollte. Noch am Dienstag hatte der UNO-Sicherheitsrat die Stationierung von 81 UNO-Militärbeobachtern an der ruandisch-ugandischen Grenze beschlossen.
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