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Freilandversuche

■ Genveränderte Kartoffeln ohne Gefahr?

Freilandversuche

Genveränderte Kartoffeln ohne Gefahr?

Auf einem Feld im Landkreis Nordheim sollen im kommenden Frühjahr gentechnisch veränderte Kartoffeln gepflanzt werden. Einen entsprechenden Antrag hat das Berliner Institut für Genbiologische Forschung beim Bundesgesundheitsamt Berlin gestellt. Die neuen Kartoffeln sollen einerseits mehr Stärke, andererseits größere Knollen liefern. Eine Gefahr für Mensch und Umwelt sei so gut wie ausgeschlossen, wurde betont. Der Freilandversuch auf Ackerflächen des Klostergutes Wetze soll zeigen, ob die guten Ergebnisse der Genmanipulation im Gewächshaus in freier Natur wiederholt werden können, sagte Institutssprecher Arnd G. Heyer. Ausgebracht werden sollen jeweils 192 „transgene Pflanzen“ mit zwei unterschiedlichen Eigenschaften.

Die eine Art produziert mehr Stärke Amylopektin, weil die Bildung einer anderen Stärkeart (Amylose) gehemmt wird. Amylopektin wird industriell eingesetzt bei der Papier-und der Textilherstellung und dient als Flockungsmittel in Wasserreinigungsanlagen. Die andere Kartoffelart produziert weniger, aber größere Knollen, die leichter zu ernten und besser zu verarbeiten seien. Im Gewächshaus konnte der Ertrag um zehn bis 30 Prozent gegenüber herkömmlichen Kartoffelpflanzen gesteigert werden. dpa

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