Freie Universität ist weiter links: Asta bleibt parteiunabhängig

Die Studentenschaft der Freien Universität hat erneut ein linkes Studierendenparlament gewählt.

Die Sieger heißen "kritische PhilosophInnen", "Semtix, stark fürs Semesterticket" oder "Liste gegen die Veggie-Mensa": Auch wenn die vielen kleinen Wahllisten bei den Wahlen zum Studierendenparlament (Stupa) der Freien Universität (FU) nur jeweils ein bis zwei Sitze bekommen haben, bilden sie zusammen die Mehrheit. So werden diese Listen es voraussichtlich wieder schaffen, die Hochschulgruppen der etablierten Parteien, wie den Jusos (SPD), von der Konstituierung des Allgemeinen Studierenden Ausschusses (Asta) fernzuhalten.

"Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Mehrheit der amtierenden Koalition um einige Sitze ausgebaut werden", meldete am Montag der Asta. Schon letztes Jahr wurde er vor allem von den vielen kleinen linken Wahllisten wie der Antifaschistischen Linken Liste (ALL) gebildet. Die meisten Studenten wählten Wahllisten, die sich an ihren Fachbereichen gebildet hatten. Diese Fachbereichslisten erhielten 27 der 60 Sitze im Studierendenparlament und gelten in der Regel als politisch links. Die Hochschulgruppen der etablierten Parteien erhielten nur 15 Sitze: Größte Fraktion wurden die SPD-nahen Jusos, gefolgt von der Grünen Hochschulgruppe und dem SDS (Linkspartei) mit jeweils drei Sitzen. Die Liberale Hochschulgruppe (FDP) erhielt zwei Sitze, der RCDS (CDU) einen Sitz.

"Das es so viele kleine Listen gibt, liegt vor allem am Wahlschlüssel", erklärt Jakob Rosenow von der Juso-Hochschulgruppe. Für kleine Listen sei es relativ einfach, einen Sitz zu bekommen, während man für weitere Sitze relativ gesehen viel mehr Stimmen brauchte.

Zwar wurde das linke Bündnis bestätigt: Aber nur rund 11 Prozent der über 33.000 Studentinnen und Studenten gingen vorige Woche zur Wahl. Letztes Jahr waren es nach dem Rücktritt von FU-Präsidenten Dieter Lenzen etwa 14 Prozent.

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