: Frauenförderung ohne Frauen
Seit dem Sommer gilt bei der Daimler-Benz AG die Betriebsvereinbarung „Familie und Beruf“. Damit wurde ein wichtiges Zeichen gesetzt, um die Chancen von Frauen zu verbessern, in ihrem Beruf trotz Unterbrechung weiterzuarbeiten. Bedauerlich ist die Art, wie diese Vereinbarung getroffen wurde. Im Männerbetrieb Daimler natürlich von Männern. Männer des Gesamtbetriebsrates verhandelten mit Männern der Geschäftsleitung. Die Frauen im Betrieb (Kolleginnen in den Abteilungen, Vertrauensfrauen und Betriebsrätinnen) wurden nicht gefragt. Selbst die Betriebsrätinnen bekamen die Vereinbarung in schriftlicher Form erst zu Gesicht, als die Presse längst davon berichtete. Hingegen wurden bei MBB z.B. die Kolleginnen schon vor den Verhandlungen informiert durch Ausstellungen in der Kantine; es wurden Seminare, Veranstaltungen und eine Mitarbeiterinnen-Befragung durchgeführt (aus 'Plakat‘, August 89)
Die Engagierten stärken
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen