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Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt wegen „Geheimarmee“

Frankfurt (dpa/ap) - Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt wegen geheimer Aktivitäten einer paramilitärischen Truppe von SED- und DKP-Mitgliedern, die in Krisenfällen in der Bundesrepublik Terroranschläge verüben sollte. Ein Sprecher der Frankfurter Staatsanwaltschaft bestätigte am Dienstag, daß sich ein Mitglied der „Geheimarmee“ in der letzten Woche des Jahres 1989 gestellt habe. Namen und Herkunft gab er jedoch nicht preis.

Der Mann, der von einem Rechtsanwalt beraten und zur Zeit noch vernommen wird, sei „im Zusammenhang mit den Umwälzungen in der DDR“ in die Bundesrepublik gekommen und habe auch Papiere zum Beleg seiner Behauptungen übergeben. Vermutungen, daß es sich um einen ehemaligen Staatsbeamten der DDR handele, bezeichnete der Sprecher als „wahrscheinlich“. Ermittelt werde aufgrund des Paragraphen 87 des Strafgesetzbuches (StGB) wegen „Agententätigkeit zu Sabotagezwecken“. Sollte sich herausstellen, daß es sich bei der illegalen Tätigkeit um „Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens“ nach Paragraph 83 StGB handele, sei der Generalbundesanwalt zuständig.

Über die paramilitärische Truppe hatte 'Der Spiegel‘ am Wochenende berichtet. Sie soll eine Stärke von 300 Mann gehabt haben. Ihre Aufgaben seien die Befreiung von Gefangenen und Anschläge auf Züge und Fernmeldeeinrichtungen gewesen. Ein Trainingslager für die Truppe habe es im DDR -Bezirk Frankfurt/Oder gegeben.

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