: Florida ohne Fledermäuse
Sneads (AP/taz) – Fast eine viertel Million Fledermäuse sind bei der Überflutung ihrer Nisthöhle in Florida ertrunken. Naturschützer entdeckten jetzt in der Nähe von Sneads die Überreste der Tiere. Ein tropischer Regensturm hatte im Juli den Brutplatz der Hautflügler überflutet.
„Die Höhlendecke ist noch immer von zahllosen Fledermausgerippen überzogen, auf dem Boden liegen ganze Haufen von Skeletten“, berichtete Jeff Gore von der Jagd- und Naturschutzbehörde Floridas. „Da drinnen ist ein heilloses Durcheinander. Es läßt sich nicht sagen, ob vielleicht einige Tiere der Katastrophe entkommen sind.“ Vor der Überschwemmung nisteten schätzungsweise 85.000 erwachsene Fledermäuse und etwa 160.000 Jungtiere in der Höhle.
Aufgrund heftiger Regenfälle war der unweit der Höhle gelegene Fluß Apalachicola über die Ufer getreten und hatte die Brutplätze der Fledermäuse überflutet. Die dort nistende Fledermausart gehört nicht zu den gefährdeten Spezies und kommt fast überall in den Vereinigten Staaten vor. Farmer werden dennoch den Verlust bedauern. Die Fledermäuse fressen Insekten und helfen beim Bestäuben der Pflanzen.
Die Engagierten stärken
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen