piwik no script img

Fidel — der Star der Show

■ Beifall für Kubas Altrevolutionär — auch von Bush

Rio de Janeiro (ap) — Als eine Art heimlicher Star hat sich beim Umweltgipfel von Rio de Janeiro der kubanische Staatschefs Fidel Castro erwiesen: Viele der Delegierten schienen förmlich darauf zu warten, daß der Revolutionär in olivfarbener Uniform und mit grauem Bart den USA die Meinung sage — mit der er keineswegs alleinstand, wie der Beifall zeigte.

In seiner Rede verurteilte er — wie gewohnt und erwartet — Kapitalisten und Imperialisten. Und so verurteilte Castro den Luxus und die Verschwendung der reichen Länder und die Schuldenlast der Armen. „Die ökologischen Schulden müssen bezahlt werden, nicht die Auslandsschulden“, erklärte er. Die Entwicklungsländer, so Castro, seien Opfer des „Exports eines Lebensstils und eines Konsumverhaltens, das die Umwelt zerstört“.

Als Castro endete, gab es geradezu enthusiastischen Beifall. Auch US-Präsident Bush klatschte, wenn auch eher müde, drei- oder viermal in die Hände.

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen