piwik no script img

Fermats Rätsel

Jedes zwölfjährige Schulkind sollte eigentlich in der Lage sein, die Vermutung des französischen Mathematikers Pierre de Fermat zu verstehen. Manche Quadrate können bekanntlich aus anderen Quadraten zusammengesetzt werden: a2 + b2 = c2, zum Beispiel 52 = 32 + 42 = 9 + 16 = 25. Viele kennen das als Satz des Pythagoras, nach dem in einem rechtwinkligen Dreieck das Quadrat über der längsten Kante c der Summe der Quadrate über den beiden kürzeren Kanten a und b entspricht.

Schon Fermat fand heraus, daß es solche Lösungen zwar in der zweiten Potenz, also für Quadrate, gab, jedoch nicht für Würfel und alle höheren Potenzen. Formal ausgedrückt: Für an + bn = cn gibt es keine positiven, ganzzahligen Tripel (a, b, c), wenn n eine ganze Zahl und größer als 2 ist.

Fermat konnte dies für n = 4 und möglicherweise auch n = 3 beweisen, aber nicht für alle n. Mit Großrechnern wurde mittlerweile nachgewiesen, daß es für bis zu siebenstellige n keine Lösungen gibt.

Doch der allgemeingültige Beweis von Fermats Vermutung gelang erst dem britischen Mathematikprofessor Andrew Wiles mit der klassischen Methode: Bleistift, Papier, Kenntnis der Fachliteratur und viel Köpfchen. stl

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen