: FastFashion vergessen
Samstagnachmittag, irgendwo in Moabit: zwei modeaffine Shopping-Queens pressen Shirts und Shorts in eine bereits prall gefüllte braune Papiertüte mit türkisem Aufdruck. Ein weiterer dieser Primark-Einkaufssäcke liegt in Fetzen zu ihren Füßen: geplatzt.
Aber wenn Tüten von Primark und ähnlichen Fashionprovidern zu voll sind, haben die KundInnen noch das geringste Problem. Vor allem leiden ArbeiterInnen am unteren Ende der Kleiderproduktionskette am massenhaften Absatz von FastFashion. Denn das Geschäft mit Klamotten, die in schlechter Qualität, aber modisch und billig verkauft werden, ist nur mit niedrigsten Produktionskosten profitabel. Dazu werden Löhne gedrückt und die Sicherheit am Arbeitsplatz wird vernachlässigt.
Eine spaßige Alternative zu FastFashion ist Kleidertauschen: Bis zu fünf noch gute, ungewollte Kleidungsstücke mitbringen und genauso viele „shoppen“ – umsonst! Danach können die neuen Teile unter Anleitung upgecyclt werden. Außerdem: Live-Musik.
Samstag, 11. Juni
„KleiderWandel“, 14 bis 20 Uhr,
Haubentaucher, Revaler Straße 99
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