piwik no script img

FastFashion vergessen

Samstagnachmittag, irgendwo in Moabit: zwei modeaffine Shopping-Queens pressen Shirts und Shorts in eine bereits prall gefüllte braune Papiertüte mit türkisem Aufdruck. Ein weiterer dieser Primark-Einkaufssäcke liegt in Fetzen zu ihren Füßen: geplatzt.

Aber wenn Tüten von Primark und ähnlichen Fashionprovidern zu voll sind, haben die KundInnen noch das geringste Problem. Vor allem leiden ArbeiterInnen am unteren Ende der Kleiderproduktionskette am massenhaften Absatz von FastFashion. Denn das Geschäft mit Klamotten, die in schlechter Qualität, aber modisch und billig verkauft werden, ist nur mit niedrigsten Produktionskosten profitabel. Dazu werden Löhne gedrückt und die Sicherheit am Arbeitsplatz wird vernachlässigt.

Eine spaßige Alternative zu FastFashion ist Kleidertauschen: Bis zu fünf noch gute, ungewollte Kleidungsstücke mitbringen und genauso viele „shoppen“ – umsonst! Danach können die neuen Teile unter Anleitung upgecyclt werden. Außerdem: Live-Musik.

Samstag, 11. Juni

„KleiderWandel“, 14 bis 20 Uhr,

Haubentaucher, Revaler Straße 99

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen